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Karneval

Fleisch heisst auf portugiesisch "carne" - und aus diesem Wortstamm leitet sich auch der Begriff 'Carnaval' ab. Das heißt so viel wie "Abschied vom Fleisch". Nach Brasilien kam der Karneval im 17. Jahrhundert mit den Portugiesen. Der Ursprung war "Entrudo", ein ausgelassenes Treiben, bei dem man sich mit Wasser, Kalk, später mit Konfetti, bespritzte. Ab 1840 fanden Festveranstaltungen statt. Noch heute stehen die beiden Formen, das spontane Vollksfest und die organisierte Festveranstaltung, nebeneinander und vermischen sich. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts wird der Karneval als Straßenkarneval gefeiert. In Rio de Janeiro herrscht jedoch noch der traditionelle Karneval mit organisierten Umzügen von Sambaschulen vor.
Salvador ist das Zentrum des grössten Strassenkarnevals der Welt, der an Popularität und Beliebtheit inzwischen den Karneval in Rio überholt hat. Von Mittwoch bis Aschermittwoch wird nach dem Rhythmus der zahlreichen, auf ungetümen Lautsprecherwagen spielenden "Trio Eléctricos" durchgetanzt. Am Donnerstag übergibt der Bürgermeister den Stadtschlüssel traditionell dem dicken Karnevalskönig "Rei Momo": damit ist der Karneval in Salvador offiziell eröffnet.
In Rio finden die meisten Veranstaltungen in Clubs statt. Den Höhepunkt erreicht der Karneval in einem zweitägigen Umzug, der im "Sambódromo", einem in Form einer Tribünenavenue errichteten Karnevalsstadion, stattfindet. Das ganze Jahr lang üben die Sambaschulen für das große Spektakel! Die spektakuläre Karnevalsparade der besten Sambaschulen findet am Sonntag- und Rosenmontagabend ab 19:30 Uhr im Sambódromo, Avenida Marquês de Sapucaí, statt und dauert bis zu 12 Stunden.

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